Freie darstellende Künste

Das Selbstverständnis und der Zusammenhalt innerhalb der freien darstellenden Künste Berlins geschieht nicht allein durch ähnliche ästhetische oder inhaltliche Perspektiven, sondern vor allem durch die gemeinsame Erfahrung des freien, selbstbestimmten Arbeitens.

LAFT Berlin

Der Landesverband freie darstellende Künste Berlin e. V. – kurz LAFT Berlin – ist ein selbstorganisierter Zusammenschluss von mehr als 380 professionellen Kunst- und Kulturschaffenden aus allen Bereichen der freien darstellenden Künste Berlins. Er vertritt die branchenspezifischen Interessen gegenüber Öffentlichkeit und Politik. Ebenso wirkt der LAFT Berlin innerhalb der Szene. Durch die Verbandsarbeit werden Grundlagen für solidarische Formen der Vernetzung geschaffen, wertvolles Wissen weitergetragen und Dienstleistungen für die Szene angeboten. Dazu zählen das Performing Arts Programm Berlin, das Performing Arts Festival Berlin, ehrenamtliche Arbeitsgruppen und viele weitere Veranstaltungen und Initiativen.

Auf der Webseite des Verbandes informiert der LAFT Berlin über aktuelle Termine, seine kulturpolitische Arbeit und Veranstaltungen. Darüber hinaus findet sich hier die Online-Präsentation der Mitglieder des LAFT Berlin inkl. Kurzbeschreibung, Tätigkeitsfeld und Kontaktmöglichkeit auf Deutsch und Englisch, die in unregelmäßigen Abständen auch als gedruckter Mitgliederkatalog erscheint. Auf der Website kann außerdem der Newsletter des LAFT Berlin bestellt werden, der regelmäßig über kulturpolitische Entwicklungen, Veranstaltungen, Ausschreibungen und Förderfristen informiert.

<link info@laft-berlin.de - mail "Opens window for sending email">info@laft-berlin.de</link> laft-berlin.de

Performing Arts Programm Berlin

Das Performing Arts Programm des LAFT Berlin ist die zentrale Anlaufstelle für Künstler*innen und Akteur*innen der freien darstellenden Künste Berlins, wie auch für alle, die sich über die freie Szene Berlins informieren und mit ihr in Kontakt treten möchten.

Fragen rund um das künstlerische Arbeiten in der freien Szene finden in der Beratungsstelle Antworten. Vielfältige Veranstaltungen informieren über Neuerungen. Jährlich lädt der Branchentreff zu Updates, Diskussionen, Vorträgen und Workshops. Orientierung bieten digitale Verzeichnisse wie die Proberaumplattform Berlin oder der Freie Szene Kompass.

Fachgäste aus dem In- und Ausland finden im Kultursekretariat Unterstützung für ihre Anliegen. Das Touring Office befördert die (inter-)nationale Sichtbarkeit künstlerischer Arbeiten „made in Berlin“. Das Programm von Theaterscoutings Berlin eröffnet dem Publikum mit Gesprächen, Workshops und Spielstätten-Touren neue Perspektiven. Das gewonnene Wissen über Kunstvermittlung wird in Schriften und Fachveranstaltungen weitergegeben. pap-berlin.de

Genrespezifisch

In den einzelnen Genres gibt es weitere Strukturen, denen es um die sinnvolle und stärkende Verbindung spartenspezifischer Gemeinsamkeiten geht. Sie gehen über die freie Szene hinaus und sprechen auch die Akteur*innen in den Institutionen mit an.

Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus – Städtepol Berlin

Der BUZZ – Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Anerkennung des Neuen Zirkus als eigenständige Kunstform und Teil der darstellenden Künste aktiv voranzutreiben. Der Verein arbeitet ehrenamtlich an der Vernetzung von professionellen Zirkusschaffenden und daran, das Wirken der Zirkuskünstler*innen sichtbarer zu machen. In Form von Stammtischen wirkt der BUZZ als Anlaufstelle, Treffpunkt, Diskussions- und Austauschort für alle Zirkus-Interessierten und Neuankommenden. Die gemeinsame Website der Städtepole Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Darmstadt, Freiburg und dem Ruhrgebiet bietet einen Informations- und Wissenspool mit Veranstaltungskalender, Szene-Verzeichnis, Linklisten, Protokollen und Publikationen. bu-zz.de

IG Puppen Berlin

Die Interessengemeinschaft der Berliner Puppen- und Figurentheater fördert die Vernetzung der Künstler*innen des Genres – Spielstätten, Spieler*innen, Ausstatter*innen, Museum und Studiengang. Sie vertritt die Interessen der professionell arbeitenden Künstler*innen dieses Genres gegenüber Öffentlichkeit und Politik und gestaltet regelmäßige Treffen zum solidarischen und konstruktiven Austausch. ig-puppen-berlin.info

Tanzbüro Berlin

Das Tanzbüro Berlin ist die Informations- und Beratungsstelle für Berliner Tanzschaffende und Interessierte von außerhalb. Es betreibt die Website tanzraumberlin.de als breitflächiges Serviceportal mit tanzspezifischem Veranstaltungskalender sowie Hinweisen zu Fördermöglichkeiten, kulturpolitischen Ereignissen, Produktions- und Probenorten und Workshops. Mit der Rabattkarte „tanzcard“, dem Rezensionsportal „tanzschreiber“ und dem Vermittlungsprogramm „mapping dance berlin“ bietet es verschiedene Angebote, sich innerhalb der Tanzlandschaft Berlins zu orientieren und zu vernetzen. Zudem knüpft das Tanzbüro Berlin mit Initiativen und Arbeitsgruppen an verschiedene Bereiche des Berliner Tanzes an, um Defizite zu beheben und Neues zu begründen, entwickelte eine stadtweite Kampagne für den Tanz und gibt das Magazin „tanzraumberlin“ heraus. tanzraumberlin.de

TanzRaumBerlin Netzwerk

Das TanzRaumBerlin Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Berliner Bühnen, Veranstalter*innen, Institutionen und Künstler*innen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Kunstsparte Tanz zu stärken. Als einzigartige Tanz-Initiative tagt das Netzwerk in regelmäßigen Abständen und ist ein wichtiges Forum für Austausch, Diskussion und Kooperation. tanzraumberlin.de

Zeitgenössischer Tanz Berlin

Der Verein Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V. (ZTB) vertritt die Interessen von Choreograf*innen, Tänzer*innen, Compagnien und Tanzinstitutionen in Berlin. Er informiert, berät und gibt seinen Mitgliedern eine öffentliche Stimme. Als Partner für Ratsuchende und als Forum für eine gemeinsame und kontinuierliche kulturpolitische Arbeit bewirkt der Verein mit Initiativen dringend notwendige Verbesserungen von Produktions- und Aufführungsmöglichkeiten und veranstaltet verschiedene Austauschforen für Künstler*innen. Zudem sorgt der ZTB als Träger vom Tanzbüro Berlin für Verbesserungen der finanziellen und strukturellen Situation des zeitgenössischen Tanzes in Berlin. ztberlin.de

Zeitgenössisches Musiktheater Berlin

Der Verein ZMB – Zeitgenössisches Musiktheater Berlin ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen innovativer Musiktheaterformen in Berlin. Er vertritt die kulturpolitischen Interessen der freien Berliner Musiktheaterszene, bündelt als Plattform deren Energien und verfolgt das Ziel, dem zeitgenössischen Musiktheater in Berlin eine größere öffentliche und kulturpolitische Aufmerksamkeit zu verschaffen. In Veranstaltungen und Initiativen fördert der ZMB den Diskurs über ästhetische und kulturpolitische Aspekte zeitgenössischen Musiktheaters sowie den Austausch mit anderen (inter-)nationalen Musiktheaterszenen. Auf seiner Website führt er einen Kalender mit aktuellen Veranstaltungen und stellt Ensembles, Gruppen und Einzelakteur*innen der Szene vor.

Seit 2018 präsentiert der Verein das Festival „BAM! Berliner Festival für aktuelles Musiktheater“ und schafft damit eine Plattform, die eine größere Auswahl von freien Berliner Musiktheaterschaffenden, ihre unterschiedlichen Ästhetiken und Ansätze vereint. Die nächste Ausgabe ist für 2021 geplant. musiktheater-berlin.de

Übergreifend

Zur Vernetzung aller Kunst- und Kulturschaffenden haben sich in Berlin Organisationen herausgebildet, die spartenübergreifend arbeiten und gemeinsame Interessen stärken.

Diversity Arts Culture

Diversity Arts Culture ist die Konzeptions- und Beratungsstelle für Diversitätsentwicklung im Kulturbetrieb. Ihr Ziel ist es, Zugänge zum Kulturbetrieb für unterrepräsentierte Akteur*innen zu verbessern und bestehende Barrieren abzubauen. Dazu berät sie Kulturinstitutionen, entwickelt Qualifizierungsangebote und stärkt Künstler*innen, die im Kulturbetrieb Ausschlüsse erfahren. Außerdem berät sie die Kulturverwaltung zu Diversitätsfragen und beauftragt die Erhebung von Gleichstellungsdaten. Diversity Arts Culture ist ein Projekt der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. Es wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. diversity-arts-culture.berlin

Koalition der Freien Szene

Spezifisch für die freie Szene Berlins bündelt die Koalition die Interessen aller freien Berliner Künstler*innen, Ensembles, Einrichtungen und Strukturen. Sie ist eine offene Plattform, die in regelmäßigen Treffen kulturpolitische Forderungen diskutiert und formuliert, Konzepte entwickelt und Kampagnen organisiert. Die gemeinsamen Ergebnisse verhandelt sie aktiv mit Verwaltung und Politik. berlinvisit.org

Lots*innen in die freie Szene Berlin

Das Projekt „Lots*innen in die freie Szene Berlin“ soll transnationale Künstler*innen, Literat*innen, Musiker*innen, darstellende Künstler*innen und Kulturschaffende dabei unterstützen, im Berliner Kulturbetrieb Fuß zu fassen, und die hier vorhandenen Unterstützungsstrukturen interkulturell sensibilisieren. Ziel ist die bessere Erschließung der bestehenden Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote sowie die effektive Vernetzung mit der freien Szene und in die regionalen Kunst-Communities in Berlin durch ein mehrsprachiges Beratungsangebot, spezifische Informationsveranstaltungen und der Erstellung und Verbreitung einer multilingualen Printbroschüre zu bestehenden Berliner Angeboten. Das Pilotprojekt „Lots*innen in die freie Szene Berlin“ ist eine Kooperation des Performing Arts Programm des LAFT Berlin mit den Beratungsstrukturen Schreiben &amp; leben der Lettrétage, Music Pool Berlin und der Künstler*innenberatung im Kulturwerk des bbk berlin GmbH. pap.papberlin.de/beratung-orientierung/fachtage-kooperation/lotsinnen/

Rat für die Künste

Der Rat für die Künste vertritt als gewähltes unabhängiges Gremium die Berliner Kultur. Die Mitglieder des Rates sind 24 Persönlichkeiten, zu denen sowohl Kulturschaffende bekannter Berliner Kulturinstitutionen als auch freischaffende Künstler*innen gehören. Der Rat für die Künste berät über alle anstehenden kulturellen Fragestellungen, versteht sich als Vermittler zwischen Politik und kultureller Praxis und gibt Anstöße für zukünftige Entwicklungen im Interesse der Kultur in der Stadt und der in ihr lebenden Menschen. rat-fuer-die-kuenste.de